Dollarkursentwicklung aktuell - Euro Dollar Prognosen

Euro droht Absturz auf $1,01 wegen EZB-Trittbrettfahrerei

Weil die Europäische Zentralbank (EZB) auf der falschen Inflation trittbrett fährt, wird der auf dem Euro lastende Verkaufsdruck immer größer. Aktuell notiert der Eurokurs bei 1,12 Dollar - nach 1,17 Dollar vor einer Woche. Die im Euroraum betriebene Staatsfinanzierung über die Notenpresse spricht für eine Fortsetzung der Talfahrt. Deutschlands zweitgrößte Bank prognostiziert einen Rückgang des Euros auf 1,01 Dollar.

Die Verbraucherpreise im Euroraum lagen im August 2015 um 0,2 Prozent höher als im August 2014, teilt das europäische Statistikamt Eurostat mit. Die EZB hätte gerne eine zehnmal so starke Inflation. Die Notenbank erachtet gemäß ihren Statuten eine Inflationsentwicklung von knapp zwei Prozent als ideal für die Wirtschaftsentwicklung, wie ihr Chefvolkswirt nun noch einmal unterstreicht.

"Es sollten keine Missverständnisse darüber aufkommen, dass der EZB-Rat willens und auch fähig ist, falls nötig zu handeln", sagte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet am Mittwoch am Rande einer Veranstaltung in Mannheim. Das massive Anleihe-Kaufprogramm der EZB (60 Milliarden Euro pro Monat) sei hinsichtlich Dauer, Zusammensetzung und Umfang flexibel, fügte der Belgier hinzu.

Peter Praet ist nach Mario Draghi der wichtigste Notenbanker des Euroraums, weil er die volkswirtschaftliche Abteilung der EZB, die die Inflationsprognosen erstellt, leitet. Nach seiner Einschätzung hat sich zuletzt die Gefahr erhöht, dass die Zweiprozentmarke für die Inflation auf mittlere Sicht nicht erreicht wird. Die EZB könnte das zum Anlass nehmen, ihre Käufe von Staatsanleihen zu verlängern.

Die EZB nütze die tiefe Inflation schamlos aus, um eine Staatsfinanzierung über die Notenpresse für den Süden des Euroraums plus Frankreich zu betreiben, sagen Kritiker. Die Kerninflationsrate, also jene Teuerung, die die Preise für Energie und Lebensmittel ausklammert, zeige, dass es kein Deflationsgespenst gebe. Die jährliche Kernteuerungsrate lag im August bei 1,0 Prozent.

"Den Euro werden die anhaltenden Sorgen um die niedrige Euroraum-Inflation belasten. Hinzu kommt die Gefahr, dass die EZB ihre Anleihekäufe noch ausweite", heißt es in einer aktuellen Wechselkurs-Analyse der Commerzbank. Gemäß ihren EUR/USD-Prognosen wird sich der Wert des Euros bis Ende September 2015 auf 1,08 Dollar verringern. Auf Sicht von zwölf Monaten rechnet Deutschlands zweitgrößte Bank mit einem Rückgang auf 1,01 Dollar.

Das Spiel ist aus! Euro purzelt von 1,17 auf 1,13 USD

Der Euro beendet Hals über Kopf seinen Höhenflug, und so sinkt der EUR/USD-Wechselkurs von 1,1715 auf 1,1280 (-3,71 Prozent). Die Europäischen Zentralbank (EZB) fängt die von ihr ausgegebene Währung ein. Angesichts eines drohenden Euro-Anstiegs auf 1,20 Dollar, der die exportlastige Konjunkturerholung beschädigen könnte, will Frankfurt noch mehr Staatsanleihen kaufen.

Gegen die EZB ist das ausgezeichnete Geschäftsklima in Deutschland chancenlos. Der Ifo-Index steigt von 108,0 Punkte im Juli auf 108,3 Zähler im August. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 107,6 Punkte gerechnet. "Die deutsche Wirtschaft bleibt ein Fels in der weltwirtschaftlichen Brandung", erläutert Hans-Werner Sinn, der das Amt des Präsidenten des Ifo-Instituts demnächst aufgibt.


Die Nummer 2 und 3 der Europäischen Zentralbank melden sich zu Wort. Das Risiko, dass das Inflationsziel von zwei Prozent verfehlt werde, sei gestiegen, sagt Chefvolkswirt Peter Praet. Die EZB sei zu weiteren Schrittet bereit. Am Tag zuvor hatte bereits Vizepräsident Vitor Constancio darauf hingewiesen, dass man noch stärker auf das geldpolitische Gaspedal drücken könnte.

Offiziell heißt es aus Frankfurt stets, man habe keine Präferenz, was das Austauschverhältnis des Euros zum Dollar und anderen Währungen angeht. Es ist aber kein Geheimnis, dass Notenbankchef Mario Draghi einen weichen Euro favorisiert. Das man den Euro abschwächt, um mehr Wachstum zu bekommen, darf die EZB nicht sagen, weil sie sonst als eine Währungskriegerin dastünde.

In Anbetracht des Pyrrhus-Anstiegs werfen die Euro-Bullen das Handtuch. Die EZB hat mit ihrem Aufbegehren auch die Charttechnik gegen den Eurokurs aufgebracht. Weil sich der Euro weder über einer Unterstützung bei 1,15 Dollar noch über einer Unterstützung bei 1,13 Dollar halten kann, droht er nun unter 1,10 abzurutschen.

Top-Prognostiker sieht Euro-Durchmarsch auf 1,20 Dollar

Die Einheitswährung Europas wird im Lichte eines zweiten Teils der Asienkrise stärker. Am Devisenmarkt klettert der Euro zwischenzeitlich auf bis zu 1,1715 Dollar. Das ist der höchste Stand seit dem 15. Januar 2015. Bei den Wechselkurs-Prognostikern der Banken trennt sich die Spreu vom Weizen.

Eine Asienkrise, wie sie es 1997 gegeben, hat steht nach Einschätzung der meisten Volkswirte nicht auf der Agenda. Die Probleme fokussieren sich in erster Linie auf ein Land: China. Anders als 1997 ist China aber inzwischen zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt herangewachsen. Die Schadwirkung eines China-Crash könnte daher die Asienkrise vor knapp 20 Jahren übertreffen.

In China normalisierten sich die Wachstumsraten derzeit. Selbst ein Wachstum von sechs Prozent sei "immer noch ein starkes Wachstum", sagt Bundesbankvorstand Jochen Nagel der "Börsen-Zeitung" Chinas Regierung und die Notenbank des Landes hätten noch genügend Mittel, um die Lage zu stabilisieren, meint Nagel, der bei der Bundesbank den Bereich Finanzmärkte leitet.

EUR/USD Prognosen

"Der Euro sprang angesichts der Börsenturbulenzen auf ein Hoch bei 1,1715, womit die monatelange Seitwärtsrange nach oben verlassen wurde. Trotz der ersten Überkauftsignale und der leichten Rücksetzer im späteren Handelsverlauf bleiben Chancen auf weitere Befestigungen erhalten", schreibt die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Die Devisenexperten haben einen guten Riecher bewiesen. Die Landesbank ist eines der wenigen Geldhäuser, dass bis Ende September einen Anstieg des Euros auf 1,15 Dollar prognostizierte. Ferner rechnet die Helaba damit, dass der Euro bis Jahresende 2015 auf 1,20 Dollar steigen wird.

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Euro mit steilem Pyrrhus-Anstieg auf 1,1502 Dollar

Der Euro klettert auf ein 7-Monatshoch bei 1,1502 Dollar. So viel war die Gemeinschaftswährung zuletzt vor den Käufen von Staatsanleihen der Europäischen Zentralbank (EZB) wert. Von einem Kaufsignal möchte aber niemand so recht sprechen. Der Euro hat offenbar sein Aufwärtspotential ausgereizt. Es schlägt die Stunde der EZB-Pokerspieler und der Währungsspekulanten.

An den chinesischen Aktienmärkten kommt es zu einem Tagesverlust von neun Prozent. Der Euro profitiert wieder einmal von dem Ausverkauf in Fernost. In den vergangenen vier Handelstagen hat die Gemeinschaftswährung um knapp fünf Cents zugelegt. Noch stärker fällt das Plus aus, zieht man das Kursniveau von Anfang August heran. Vor drei Wochen war 1 Euro lediglich 1,0850 Dollar wert.


Die EZB wird dem Anstieg des Euros aller Voraussicht nach nicht tatenlos zusehen. Mario Draghi und Kollegen dürften eine verbale Interventionssalve abfeuern. Denn der starke Euro führt dazu, dass es die Notenbank noch schwerer hat, die Inflation auf zwei Prozent zu heben. Wer eins und eins zusammenzählt, kommt zu dem Ergebnis, dass die EZB mit Spekulationen über eine Verlängerung ihres Anleihekaufprogramms bald an die Öffentlichkeit gehen wird.

Obwohl der Euro kräftig steigen konnte, halten Währungsspekulanten an ihren Wetten gegen die Gemeinschaftswährung fest. Am Terminmarkt setzen spekulative Marktteilnehmer mit 92.732 Kontrakten auf einen sinkenden Euro-Dollar-Kurs, wie aktuelle Statistiken der US-Finanzmarktaufsicht CFTC zeigen. Das ist zwar weniger als im März 2015, als der Euro auf 1,0460 Dollar sank und die Wetten bei 226.560 Kontrakten lagen. Allerdings ist der Euro weit davon entfernt einen positiven Saldo auf sich zu vereinigen wie zuletzt im Mai 2014.

Dass es allmählich für den Euro ungemütlich wird, sagt auch die Charttechnik. Um den Aufwärtstrend fortzusetzen, braucht der Euro einen Tagesschlusskurs über 1,15. Danach sieht es momentan nicht aus. Der Euro schafft es nur für wenige Augenblicke auf 1,1502 Dollar zu steigen. Aktuell notiert der Wechselkurs mit fallender Tendenz bei 1,1471.

So geht es mit dem EUR/USD-Wechselkurs weiter

Der Euro steigert seinen Wert von 1,10 Dollar auf 1,13 Dollar. Ausgezeichnete Konjunkturdaten aus der europäischen Industrie untermauern den Anstieg. Gleichzeitig schwinden die Erwartungen an eine Leitzinserhöhung in den USA. Der Ölpreis-Absturz lässt neue Deflationssorgen aufkommen und verhindert damit eine Straffung der Geldpolitik.

"Der Eurozone ging es auch im August so gut wie seit vier Jahren nicht mehr. Dies zeigen unsere PMI-Vorabschätzungen für Wirtschaftswachstum und Stellenaufbau gleichermaßen", sagt der Volkswirt Paul Dobson vom Forschungsinstitut Markit. Das Wirtschaftswachstum hat sich vor allem in Deutschland wieder deutlich beschleunigt.

Der von Markit erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die deutsche Industrie kletterte von 51,8 Punkten im Juli auf 53,2 Zähler im August. Analysten hatten wegen der engen wirtschaftlichen Verflechtung Deutschlands mit China mit einem Rückgang auf 51,7 Punkte gerechnet. Allerdings können deutsche Unternehmen die Einbußen im Reich der Mitte durch höhere Absätze in Europa und den USA kompensieren.

Auch der PMI-Index für den Euroraum übertrifft mit 52,4 Punkten die Erwartungen. Die Gefahr eines Rückgangs unter die Wachstumsschwelle bei 50 Punkten ist nicht mehr gegeben. Weder die Griechenland-Krise noch der Aktien-Crash in China, der nun auch die chinesische Realwirtschaft in Mitleidenschaft zieht, kann Europa von seiner wirtschaftlichen Erholung abbringen.

Die Ölpreise sind in den letzten dreieinhalb Monaten um 20-25 Dollar abgestürzt. Das Nordseeöl Brent kostet aktuell lediglich 46 Dollar pro Fass, amerikanisches WTI liegt bei 41 Dollar. Wegen den sinkenden Energiepreise dürfte die Inflation in den USA weiterhin deutlich unter der von der amerikanischen Notenbank angepeilten Zweiprozentmarke bleiben.

Damit schwindet die Chance auf eine Fed-Leitzinserhöhung im September. Der Euro-Dollar-Kurs könnte die sich abzeichnende Verzögerung auf dem Weg zu einer strafferen Geldpolitik in den USA nutzen, um seinen Anstieg auf knapp 1,15 Dollar fortsetzen. Das bisheriges Jahreshoch erreichte der Euro am 15. Mai 2015 bei 1,1470 Dollar.

Die Euro Dollar Entwicklung im August 2015


Der Euro legt wegen einer köchelnden Kerninflation zu, und so nähert sich der EUR/USD-Wechselkurs 1,12. Weil die Wachstumsampeln im Euroraum auf grün stehen und Griechenland sich dem Willen seiner Geldgeber beugt, ist der Euro drei Cents teurer als zu Monatsbeginn. Aktuell steht der Euro Dollarkurs bei 1,1175. In den USA muss man für 1 Dollar umgerechnet 0,8950 Euro hinblättern.

Die Kerninflationsrate, also jene Inflation, die Preisveränderungen für Nahrungsmittel und Energieträger wie Öl ausklammert, deutet auf eine gute Konjunktur hin. So lag die Kernteuerung im Juli 2015 um 1,0 Prozent höher als im Juli 2014, wie Eurostat heute mitteilte. Ferner vermeldete das europäische Statiskamt eine Wirtschaftswachstum in der Eurozone im zweiten Quartal von 0,3 Prozent.

Zwar hatten Volkswirte mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet. Allerdings sind viele Marktteilnehmer auch erleichtert darüber, dass der Euroraum trotz Griechenland-Krise auf Wachstumskurs blieb. Weil das dritte Hilfspaket für Hellas inzwischen steht und die Grexit-Angst verfliegt, dürfte das Wachstum im laufenden dritten Quartal etwas höher ausfallen als erwartet.

Aus charttechnischer Sicht muss der Euro über 1,1230 Dollar steigen, damit sich die Stoßkraft der Aufwärtsbewegung erhöht. Anschließend wäre Platz für einen Anstieg auf 1,14. Brenzlich wird es für die Gemeinschaftswährung erst bei 1,08 Dollar. Sollte es jedoch zu einem Bruch dieses sehr robusten Unterstützungslevels kommen, dürfte das der Auftakt für einen Rückgang auf 1,05 sein.

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Wie viel Dollar ist 1 Euro 2016 wert? Ein Pro und Contra

Der Euro hat seit Jahresbeginn gegenüber dem US-Dollar neun Prozent abgewertet. Die Talfahrt werde 2016 weitergehen. Dann könne sich die Gemeinschaftswährung glücklich schätzen ein Austauschverhältnis von 1 Euro = 1 Dollar (Parität) zu halten, sagt die Deutsche Bank. Bei der Landesbank Hessen-Thüringen ist man hingegen der Meinung, dass ein Anstieg des Euro-Dollar-Kurses auf 1,20 keine Überraschung wäre.

Zwischen dem 2. Januar und dem 4. August 2015 sank der Eurokurs von 1,2105 Dollar auf 1,0970 Dollar (-9,38 Prozent). Ausgelöst wurde die Talfahrt von der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie tat das, was vor einigen Jahren noch völlig undenkbar schien. Die Notenbank stieg in den massenhaften Ankauf von Staatsanleihen (QE) ein. Die EZB will durch die Ausweitung ihrer Bilanzsumme auf drei Billionen Euro einen Inflationsanstieg auf zwei Prozent herbeiführen.


"Die Europäische Zentralbank (EZB) ist weiterhin entschlossen, ihr QE-Programm wie geplant bis September 2016 fortzuführen. EZB-Präsident Draghi hat mehrmals darauf hingewiesen, dass eine Ausweitung des Programms wahrscheinlicher als eine vorzeitige Begrenzung ist", schreibt die Deutsche Bank. Dass die EZB bei ihren Käufen nachlegen dürfte, spiegelt sich in den Prognosen der Deutschen Bank wider. Sie sehen den Euro bis März 2016 auf 0,98 Dollar und bis Juni 2016 auf 0,95 Dollar abstürzen.

Gemäß einer aktuellen Dollarkurs Prognose der Landesbank Hessen-Thüringen wird das Devisenpaar im März 2016 hingegen bei EUR/USD 1,20 notieren. "Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinswende in den USA hat sich nicht nennenswert geändert, der Renditevorteil von zwei- bzw. zehnjährigen Treasuries gegenüber Bundesanleihen schwankte kaum", begründet die Landesbank.

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Vergleicht man zu Jahresbeginn von der Deutschen Bank und der Landesbank Hessen-Thüringen abgegebene Wechselkursprognosen, dann haben die Landesbanker die Nase leicht vorne. Sie hatten für Ende Juni 2015 einen Wechselkurs von 1 Euro = 1,10 Dollar prognostiziert. Die Deutsche Bank war mit 1,09 etwas zu pessimistisch, denn der Schlusskurs am 30. Juni 2015 lag bei 1,1150.
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