Dollarkursentwicklung aktuell - Euro Dollar Prognosen

Wetten auf Euro-Anstieg nur etwas für Liebhaber

Der Euro verliert die Tuchfühlung zu der Marke von 1,10 US-Dollar. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,08 Dollar - nach knapp 1,11 zum Ende der vergangenen Woche. Bei dem jüngsten Anstieg des EUR/USD-Wechselkurs handele es sich nicht um eine Trendwende, sondern um eine überfällige Korrektur, meint die Commerzbank.

Zwischen dem 13. März und 26. März kletterte der Eurokurs von 1,0460 Dollar auf 1,1050 Dollar (+5,64 Prozent). "Der US-Dollar dürfte weiter von der Aussicht auf eine Zinswende der Fed profitieren. Das von uns erwartete Tempo der Zinserhöhungen ist nicht eingepreist", sagt die Commerzbank.

Gemäß den aktuellen Dollarkurs Prognosen von Deutschlands zweitgrößter Bank wird der EUR/USD-Wechselkurs bis Ende 2015 auf 1,04 sinken. Bis zur Jahresmitte 2016 erwartet das Geldhaus einen Rückgang auf 1,01.

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Die Gemeinschaftswährung hat es wegen der immer wieder neu aufkommenden Griechenland-Krise schwer. Hinzu kommen Spekulantengelder, die zu Lasten des Euros gehen.

Aus der Sicht von Devisenexperten ist die Grexit-Gefahr und das Wetten gegen den Euro von Hedgefonds zweitrangig. Entscheidend seien die sehr unterschiedlichen Pfade der Geldpolitik. Während die US-Notenbank (Fed) mit einer Zinserhöhung ab Sommer 2015 liebäugelt, will die Europäische Zentralbank (EZB) bis Herbst 2016 Staatsanleihen kaufen.

Weil die EZB mit Leitzinserhöhungen um mehr als ein Jahr der Fed hinter hinkt, setzen derzeit nur so genannten Contrarians (Anhänger der Gegenspekulations-Theorie) auf einen Anstieg des Euro.

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Euro bald unter $1,05? Die Zeitbombe in Athen tickt lauter

Spekulanten wetten mit Rekordsummen auf eine Talfahrt des Euro-Dollar-Kurses. Angesichts neuer Eskapaden der griechischen Regierung um eine längst überfällige Reformliste droht dem aktuell bei 1,0880 Dollar liegende Eurokurs ein Absturz Richtung 12-Jahrestief bei 1,0460. Wütende Bankkunden in Athen sind nur eine Frage der Zeit.

Die griechische Regierung führt alle an der Nase herum. Erst vereinbarte man mit den Geldgebern die Abgabe einer groben Reformliste, woraufhin die Finanzminister von Deutschland, den Niederlanden und Finnland die notwendigen Beschlüsse ihrer Parlamente zur Freigabe weiterer Hilfsgelder einholten.

Anschließend verspricht Griechenlands Ministerpräsidenten Alexis Tsipras auf einem Siebener-Treffen mit Angela Merkel, François Hollande und den EU-Spitzen die Abgabe einer sogenannte "Full List", also einer vollständigen Liste. Die "Full List" soll nun lakonisch, auf griechisch und per Mobilfunkgerät nach Brüssel übermittelt worden sein, nachdem Athen mehrere Treffen mit der Troika auf der Arbeitsebene absagte.

Wie bereits erwartet reicht die "Full List" der Europäischen Zentralbank (EZB), dem Internationalen Währungsfonds (IWF), und der EU-Kommission (Troika) nicht aus. Die darin gemachten Maßnahmen umfassen weder Pensions- und Lohnkürzungen im öffentlichen Dienst noch eine Mehrwertsteuererhöhung.

Ein Euro-Ausritt Griechenlands (Grexit) gilt zwar weiterhin als unwahrscheinlich. Allerdings fürchten sich die Finanzmärkte vor einem Zahlungsausfall und Kapitalverkehrskontrollen. Der Euro würde wahrscheinlich abwerten, gingen Bilder von griechischen Kontoinhabern um die Welt, die wütend vor Geldautomaten stünden.

Großspekulanten haben derweil ihren Wetten auf einen fallenden Euro-Dollar-Kurs wieder erhöht. Mit rekordhohen 220.963 Kontrakten wetten sie gegen die Gemeinschaftswährung, wie aktuelle Aufzeichnungen der US-Finanzterminmarktaufsicht (CFTC) zeigen. Im Sommer 2012, als der Euro kurz dem Auseinanderbrechen stand, waren es lediglich 214.418 Kontrakte.

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Euro purzelt von $1,1050 auf $1,0855

Der Wechselkurs des Euros sinkt in wenigen Stunden von 1,1050 Dollar auf 1,0855 Dollar (-1,76 Prozent). Die Gemeinschaftswährung droht Richtung 12-Jahrestief bei 1,0460 Dollar abzutauchen. Die Ursachen:

Griechenland steht kurz vor einer Bankenkrise und Kapitalverkehrskontrollen. Bankkunden räumen ihre Konten leer. Im Februar zogen sie etwas mehr als acht Milliarden Euro ab, meldet die griechische Zentralbank. Die Einlagen sanken von 160,3 Milliarden Euro im Januar 2015 auf 152,4 Milliarden Euro im Februar 2015. Das ist der niedrigste Stand seit März 2005.

Die Eskalation des Bürgerkriegs im Jemen steigert die Nachfrage nach dem als sicheren Hafen wahrgenommenen US-Dollar. Auch gegenüber dem Schweizer Franken hat der Euro das Nachsehen. Der Euro-Franken-Kurs sinkt auf 1,0460 - nach 1,0601 zu Wochenbeginn.


Der Abwärtstrend beginnt wieder zu greifen. Die jüngste Erholung des Euros auf 1,1050 Dollar könnte sich als eine kurzlebige Korrektur herausstellen. Spekulanten nutzten die Gunst der Stunde, um neue Devisenwetten auf einen Absturz auf den Gleichstand (1 Euro = 1 Dollar) abzuschließen.

Obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) erst am 9. März 2015 mit dem Kauf von Staatsanleihen begann, werde sie das monatliche Ankaufvolumen von 60 Milliarden Euro erreichen, sagte EZB-Chef Mario Draghi einem Ausschuss des italienischen Parlamentes. Besorgnisse über eine Knappheit der zum Verkauf stehenden Staatsanleihen seien nicht realistisch.

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Ist der Anstieg des Euros auf 1,10 Dollar auf Sand gebaut?

Der Euro nutzt die Gunst der Stunde nicht, um seine Gewinne auszubauen. Ihm bleibt ein deutlicher Sprung über die Marke von 1,10 US-Dollar verwehrt. Die enttäuschende Reaktion des Euro-Dollar-Kurses auf den fünften Anstieg in Folge des Ifo-Geschäftsklimaindex könnte ein Vorbote für eine unmittelbar bevorstehende Talfahrt sein.

Eine Serie absteigender Hochs lässt Technische Analysten aufhorchen. Letzte Woche kletterte der Euro auf 1,1042 Dollar, gestern auf 1,1030. und heute schafft er es nur auf 1,1015 Dollar. Aus charttechnischer Sicht hätte die Kursentwicklung zwar Platz auf ein bei 1,1090-1,1110 liegendes Widerstandsniveau zu klettern. Sie kann einen solchen Anstieg aber nicht in die Tat umsetzen.

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich erneut verbessert. Der vom Ifo-Institut monatlich unter 7.000 Unternehmenslenkern erhobene Geschäftsklimaindex kletterte im März um 1,1 Zähler auf 107,9 Zähler, wie das Forschungsinstitut heute mitteilte. Das war mehr als von Volkswirten erwartet, die mit 107,4 Punkten gerechnet hatten.

Vieles spricht dafür, dass Europas größte Volkswirtschaft, anders als in den Vorjahren, auch in dem mit vielen Feiertagen durchsetzten zweiten Quartal kräftig wachsen wird.

Derweil warnt die Europäische Zentralbank (EZB) vor zu viel Optimismus. Man habe eine zyklische Erholung, sagte der EZB-Chefökonom Peter Praet bei einer Konferenz in London. Die Eurozone habe nach wie vor "tiefe strukturelle Probleme. Das größte Risiko sei eine Verzögerung wichtiger Strukturreformen, so Praet.

Die von viel Zentralbankgeld und niedrigen Ölpreisen angefachte zyklische Konjunkturerholung reicht dem Euro offenbar nicht aus, um verlorenes Terrain gegenüber dem Dollar zurück zu erobern. Solange Frankreich und Italien nicht über jährliche Wachstumsraten von 1,5 Prozent hinaus kommen, könnte für die Gemeinschaftswährung bei 1,10 Dollar das Ende der Fahnenstange sein.

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Stärkster Aufschwung seit 4 Jahren: Euro über 1,10 USD

Angetrieben von dem stärksten Wachstum im Euroraum seit vier Jahren klettert der Euro über 1,10 US-Dollar. Selbst die eine Eurodämmerung prognostizierende Deutsche Bank rechnet inzwischen mit einer ausgedehnten Konsolidierungsphase des EUR/USD-Devisenpaares. Auch setzt man darauf, dass Angela Merkel dem griechischen Premier Alexis Tsipars seine sozialistischen Flausen austreiben kann.

Der Eurokurs klettert auf 1,1030 Dollar. Er unterstreicht damit, dass das Hochschießen nach der letzten Sitzung der US-Notenbank (Fed) auf 1,1042 keine Eintagsfliege war. Antriebsfeder des aktuellen Höhenfluges ist ein Aufschwung im Dienstleistungssektor und der Industrie.

Ein von dem Forschungsinstitut Markit erhobener Sammelindex für die Privatwirtschaft im Euroraum kletterte von 53,3 Punkten im Februar auf 54,1 Zähler im März. Das ist der höchste Stand seit knapp vier Jahren. Volkswirte hatten mit einem Wert von 53,6 Punkten gerechnet. Das von Analysten wegen seiner Zuverlässigkeit mit Argusaugen beobachtete Konjunkturbarometer steigt immer weiter über die Wachstumsschwelle von 50 Zählern.


Die strukturellen Antriebsfedern für eine Abwertung des Euros seien immer noch vorhanden. Allerdings legten kurzfristige Positionierungen der Marktakteure nahe, dass der Euro über 1,10 Dollar steigt, zitiert das Wall Street Journal den Händler Nick Lawson von der Deutschen Bank. Gemäß den Prognosen der Deutschen Bank wird der Euro wegen Kapitalabflüssen auf lange Sicht auf 0,85 Dollar einbrechen.

Angela Merkel versuchte derweil Griechenlands Ministerpräsidenten Alexis Tsipras auf das in der EU geltende marktwirtschaftliche Prinzip "einzunorden". An den Finanzmärkten hofft man, dass Tsipras auf eine wachstumsfreundliche Politik für die Privatwirtschaft umschwenkt. Bisher versucht der griechische Premier, wie seine Vorgänger, Wachstum durch eine Aufblähung des Staatsapparates zu organisieren.

Euro klettert mit neuer Wachstumsdynamik auf 1,0945 Dollar

Weil EZB-Präsident Mario Draghi ein schwungvolleres Wachstum in Aussicht stellt, ist der Wechselkurs des Euros kurz davor über 1,10 US-Dollar zu klettern. Für die Gemeinschaftswährung steht derzeit das Schließen der Wachstumskluft zu den Vereinigten Staaten im Vordergrund. Der über die Notenpresse verursachte Verwässerungseffekt tritt in den Hintergrund.

1 Euro ist aktuell 1,0945 Dollar wert. Das sind fünf Cents mehr als vor zehn Tagen, als der EUR/USD-Wechselkurs auf ein 12-Jahrestief bei 1,0460 abstürzte. Die US-Notenbank (Fed) machte zuletzt einen Rückzieher bei den Leitzinsprognosen, wodurch sich dem Euro eine Anstiegsfenster öffnete. Dieses Fenster stößt die Europäische Zentralbank (EZB) nun weiter auf.

Umfragedaten deuteten auf ein schwungvolleres Wachstum im Euroraum hin, sagte Draghi heute bei Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments in Brüssel. Auch die Industriestaaten-Organisation OECD sieht den Währungsraum im Aufwind. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll in diesem Jahr um 1,4 und 2016 um 2,0 Prozent zulegen.

Damit würde sich bis 2016 die Wachstumslücke zu den Vereinigten Staaten vollkommen schließen. Zwar erwartet die OECD für 2015 und 2016 jeweils 3,0 Prozent Wachstum in den USA. Rechnet man jedoch heraus, dass ein Prozent des BIP-Zuwachses der USA auf den Bevölkerungsanstieg zurückgeht, würden beide Wirtschaftsräume wieder eine nahezu identische Wachstumsdynamik aufweisen.

Unterdessen hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Neubestände von Staatsanleihen per 20. März 2015 auf 26,3 Milliarden Euro erhöht. Der über die Notenpresse finanzierte Aufkauf der Papiere belastet den Wert des Euros derzeit nicht.

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